Mittwoch, 11 Dezember 2019 23:12

Postler auf dem Podest

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Am Wochenende des zweiten Advent ging es in der Carossahalle beim PostSV alles andere als besinnlich zu. 120 SpielerInnen kämpften in drei Disziplinen und zwei Leistungsklassen auf teilweise Bundesliganiveau um die Titel der Bayerischen Meister der Aktiven. Für die Postler smashten sich Charumon Helbig auf Platz 1 der Damenkonkurrenz Einzel B, sowie Jakob Bachhuber und Hannes Kirschner zur Vizemeisterschaft im Herrendoppel A.

Wie gewohnt startete das Turnier mit der Mixedrunde. In der Kategorie A (Bayernliga-Bundesliga) setzten sich die Favoriten deutlich durch. Die bundesligaerfahrene Top-Paarung Nicole Schnurrer (TV Neubiberg-Ottobrunn), zusammen mit Florian Berchtenbreiter (TV Dillingen) schaffte es einfach in jedem Spiel unter höchster Bedrängnis die Ruhe und Übersicht zu bewahren und sich dann in den entscheidenden Situationen mit der ein oder anderen Finte zu spielen. Die klug dosierte Kombination aus Spielspaß, Taktik und Härte ist im Mixed der entscheidende Faktor. Im Finale setzten sie sich deutlich gegen Helena Storch und Gregory Schneider durch. (Beide TSV Neubiberg-Ottobrunn) Der Titel im Mixed B ging an Molham Salem und Gabriele Mader vom TSV Regen, vor Julian Mertes und Jana Titze des TSV Haunstetten.

Ab Nachmittag waren dann die ausdauernden Läufer gefordert. Mit zum Teil drei Gruppenspielen und dann der folgenden KO-Runde in den Einzeldisziplinen wurde die badmintonspezifische Fitness ein immer entscheidenderer Faktor, je länger das Turnier dauerte. Als dann um 20:30 Uhr die Halbfinal-Spiele aufgerufen wurden, hatten manche Spieler bereits fünf Einzelpartien in den Knochen. Doch darauf konnte auf diesem Niveau keine Rücksicht genommen werden. Zermürbende Ballwechsel brachten die Spieler an ihre Grenzen. Und auch hier schaffte es niemand, für eine Überraschung zu sorgen, denn die Favoriten setzten sich durch. Das Finale in Herreneinzel wurde von Tobi „die Kanonenkugel“ Güttinger nach Dillingen geholt. Er konnte nach diesem Pensum seinen Druck über zwei Sätze fast schon maschinell aufrecht erhalten und seinen Gegner Kevin Feibicke niederringen. Das Dameneinzel A war knapper. Pia Becher, ebenfalls Neubibergerin, entschied im Turnierverlauf so manches Dreisatzpiel im entscheidenden Moment für sich. Auch im Finale konnte sie ihre Gegnerin Patricia Schütz vom ESV München erst im Entscheidungssatz bezwingen.

Das Dameneinzel B war ein erfreuliches Erlebnis für die Landshuter Gastgeber. Charumon Helbig sicherte sich den Titel in souveräner Manier vor den heimischen Zuschauern. Sie vermied im Finale, dass die bereits gekrönte Doppelmeisterin, Gabriele Mader, noch einen Titel für sich verbuchen konnte. Das Herreneinzel B wurde von den Teilnehmern aus dem tiefsten Süden Bayern dominiert. Patrick Wilhelmy und Chris Grieszl (Spielgemeinschaft ASV Piding/TV Freilassing) lieferten sich ein vereinsinternes Duell, das Grieszl für sich entschied. 

Um 23:00 kehrte dann Ruhe in der Halle ein. Es hieß durchlüften und durchschnaufen für die temporeichsten Doppelballwechsel des Sonntags. Bei Damen A dominierte wiederum Pia Becher mit ihrer Partnerin Helena Storch. Nachdem sie bereits die an eins gesetzten Nicola Oltersdorff und Nicole Schnurrer aus dem Rennen warfen, spielten sie im Finale gegen die Geschwister Monika und Christina Weigert umso selbstbewusster auf. In zwei Sätzen sicherten sie sich den Titel. Im Finale des Herrendoppels A fanden die Landshuter Zuschauer bekannte Gesichter wieder, wenn auch unerwartet. Jakob Bachhuber und Hannes Kirschner (PostSV Landshut) schafften es, die höherklassig spielenden Münchner Paarungen nicht nur zu ärgern, sondern nacheinander aus dem Turnier zu werfen. Erst im Finale fanden sie nach einem hart umkämpften Dreisatzmatch ihre Meister in den Neubibergern Kevin Feibicke und Max Kick. In der Klasse B der Herren wurden die beiden Einzelfinalisten Grieszl/Wilhelmy als Team ihrer Favoritenrolle gerecht und marschierten souverän an die Spitze. Lisa Heger und Susanne Ohmayer blieben ungeschlagen in der Wettkampfgruppe der Damen B. Hier waren nur vier Paarungen am Start, die im Gruppensystem die Sieger ermittelten.

Der PostV blickt zurück auf eine erfolgreiche Meisterschaft und hofft schon bald wieder hochklassigen Sport bei sich betrachten zu Können.

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